Bericht von der ICIM 2026
DGMT zu Gast auf der International Conference on Inorganic Membranes
Ein Bericht von Hartwig Voß
Das Konferenzformat findet alle 2 Jahre abwechselnd in Amerika, Asien/Australien und Europa statt. Ausgerichtet wurde die 18. International Conference on Inorganic Membranes (ICIM) vom 29. Juni – 03. Juli 2026 von den Institutionen:
IEM-CNRS-Université de Montpellier, France / Chair: Anne Julbe & ITQ-CSIC-Universitat Politècnica de Valencia, Spain / Co-Chair: Jose Manuel Serra
Mehr als 300 Teilnehmende aus 33 Ländern nahmen an der Konferenz teil. Der Anteil der Industrieteilnehmer:innen betrug ca. 20%. Das Konzept der ICIM ist es, Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und Industriepartner aus aller Welt zusammen zu bringen und den Dialog über Disziplinen, Generationen und Anwendungen hinweg zu fördern. Die ICIM spiegelt sowohl die Reife des Fachgebiets als auch seine fortlaufende Entwicklung wider.
Das Tagungskonzept hebt grundlegende Fortschritte, innovative Materialien, aufkommende Prozesse und industrielle Anwendungen hervor und legt dabei einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Energiewende und Umweltherausforderungen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt jungen Forschenden und aufstrebenden Themen, die wesentliche Triebkräfte
für zukünftige Fortschritte sind. Highlights waren:
- Der Übersichtsvertrag von J. Lin (Arizona State University, USA), der einen faszinierenden Überblick über den Status der ZeolithmembranEntwicklung und deren Anwendung gab.
- K. V. Agrawal (EPFL, Schweiz) berichtete über die Herstellung und Trenneigenschaften von oxidativ geöffneten Graphenmembranen mit einer Fläche von 50 cm², die in einem technischen Roll to Roll Prozess mit 13 cm Membranbreite umgesetzt werden soll.
- Ein in China breit angewendeter technischen Einsatz modifizierter keramischer UF-Membranen bei der Partikelabtrennung von Refinery Oil Streams (J. Lin, Arizona State University, USA).